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Nifff 10: STRASEK DER VAMPIR von Theodor Boder
Von Michael Sennhauser | 5. Juli 2010 -
Dass die guten Dinge manchmal direkt vor der Tür liegen, ist jedesmal wieder eine Überraschung. Eine besonders schöne im Fall von Strasek der Vampir
Als Titel ist mir der Film hin und wieder begegnet, gesehen hatte ich ihn bisher noch nicht. Und nun, nach der Entdeckung am NIFFF, folgt auch gleich noch jene der Webseite von Theodor Boder. Boder, der seine Energie mittlerweile offenbar verstärkt in Bücher und Fotografie steckt, offeriert auf der Webseite nicht nur Informationen und Bilder zum Film an, sondern den gesamten Film. Und gleich noch zwei weitere Werke, als legale kostenlose Downloads.
Das Filmerlebnis am heimischen Computer dürfte durchaus seinen Reiz haben. Allerdings kann wohl nichts die Stimmung an der heutigen Vorführung am NIFFF ersetzen. Da wurde gestaunt und hin und wieder auch herzlich gelacht (ohne Spott!), zum Beispiel in der Szene, als der verzweifelte Strasek angesichts der appetitlichen Journalistin in seiner Alphütte mit einem lebenden Schaf auf dem Rücken den Berghang hocheilt – wohl einem blutigen Picknick entgegen. Dabei ist das keineswegs ein komischer Film, im Gegenteil. Die Einsamkeit und Verlorenheit des Jungen sind so spürbar, dass das Publikum einfach Dankbarkeit zeigte für ein paar Momente der Erleichterung.
Strasek der Vampir
Copyright (c) 2010 by Michael Sennhauser
